veranstaltung | Junge Impulse für das Gesundheitssystem

© young lions gesundheitsparlament
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Höhere Patientenbeteiligung, stärkere Vernetzung, mehr Wettbewerb – diese und weitere Themen beschäftigten aktuell das Young Lions Gesundheitsparlament, das am 12. Januar 2013 in Düsseldorf tagte. Rund ein dreiviertel Jahr nach Gründung der Initiative durch den forschenden Arzneimittelhersteller Janssen kamen die Parlamentarier zusammen, um die ersten Ergebnispapiere ihrer fünf Ausschüsse zu diskutieren und zu verabschieden. Die Köpfe des Parlaments stellen rund 80 politisch interessierte Nachwuchskräfte, die bundesweit ehrenamtlich zusammen arbeiten, um gemeinsam neue Ideen für ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem zu entwickeln.

Bis spät in den Abend debattierten die Abgeordneten ihre Ideen, um das deutsche Gesundheitswesen noch besser für die Zukunft zu rüsten. Thematisch nach fünf Ausschüssen gegliedert (Öffentlichkeit, Dringende Probleme, Demographie, Organisation, Wettbewerb), beleuchteten sie unterschiedliche Aspekte des Gesundheitssystems. Ein zentraler Fokus der Ausschussarbeit lag auf der differenzierten Bestandsaufnahme und Analyse des notwendigen Handlungsbedarfs. Ausschussübergreifend wurde gefordert, die Vernetzung der Leistungserbringer noch konsequenter zu fördern. Patienten sollen besser informiert werden, um sich aktiv an Entscheidungsprozessen beteiligen zu können. Im laufenden Jahr wollen die Abgeordneten ihre Ideen weiter ausarbeiten und konkrete Lösungsansätze entwickeln. Über ihre Arbeit diskutierten die Abgeordneten im Anschluss an die Parlamentssitzung mit Alexander Alvaro, Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Der Politiker ermutigte die jungen Nachwuchskräfte, sich für ihre Ideen einzusetzen und nicht von möglichen Widerständen abschrecken zu lassen.

„Was die jungen Parlamentarier innerhalb so kurzer Zeit erreicht haben, ist wirklich beeindruckend“, schildert Dr. Ina Rudolph aus der Geschäftsleitung des Initiators Janssen. „Mit Mut, Durchsetzungskraft und Leidenschaft setzen sich die mehr als 80 Menschen für ein leistungsfähiges Gesundheitssystem in Deutschland ein.“ Die Geschicke des Parlaments führt ein Präsidium, dem Dr. David Matusiewicz (28, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen) vorsteht. „Wir haben mit den fünf Ergebnispapieren eine sehr gute Ausgangslage für die Parlamentsarbeit erhalten und blicken voller Tatendrang nach vorne“, freut sich der Präsident.

Abgeleitet aus den Ergebnispapieren definierte jeder Ausschuss konkrete Projekte und stellte sie dem Parlament zur Diskussion, das demokratisch über die Vorschläge abstimmte. Damit erhielten die Abgeordneten klare Handlungsaufträge für die weitere Ausschussarbeit, um Reformvorschläge für das Gesundheitssystem zu entwickeln. Über regelmäßige Telefonkonferenzen, webbasierten Dokumentenaustausch und Online-Abstimmungen wollen die Young Lions ihre Projekte Stück für Stück mit Leben füllen. Im Frühsommer ist ein weiteres Treffen der Ausschüsse geplant, wo mit einem Einblick in die nächsten Ergebnisse gerechnet werden kann (Quelle: Pressemitteilung: Young Lions Gesundheitsparlament).

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