Leonardo Di Caprio - Plädoyer für den Verdienst eines Oscars

Leonardo DiCaprio zählt zu den erfolgreichsten Schauspielern der Welt. Seine Wurzeln liegen in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen: in Oer-Erkenschwick. Der Schauspieler ist heute 41 Jahre alt und wurde bereits fünf Mal für den Oskar nominiert und wartet seit 20 Jahren auf den Tag, an dem er den Goldjungen verliehen bekommt. Während den Oscars 2005 hat David Matusiewicz ihn bspw. mit seiner damaligen Freundin Gisele Bündchen in Oer-Erkenschwick getroffen. Über 25 Jahre Tür an Tür mit DiCaprios Großmutter Helene IndenBirken konnte er die Familie gut kennenlernen. Hier werden drei wesentliche „Lessons“ aus seinen Gesprächen mit Leonardo DiCaprio zusammengefasst.

 

1. Vergiss deine Wurzeln nicht! „Es kam mir fast surreal vor, als Leo seiner Großmutter bei ihrer letzten Geburtstagsfeier ein Svarovski-Herz (wie in Titanic) schenkte. Leonardo hielt sehr viel von seiner „großartigen" Helene. Helene IndenBirken war diejenige, die ihn von Anfang unterstützte und an ihn glaubte. Leonardo spricht immer wieder von den Besuchen bei seiner Großmutter, den Erinnerungen an das gemeinsame Frühstücken und Unternehmungen im Ruhrgebiet. Der Schauspieler war gerade in seiner Jugend sehr oft bei uns in der Kleinstadt und verbrachte sogar die ganzen Schulferien hier. Aber auch später als die Zeit knapper wurde, besuchte er seine Oma regelmäßig oder nahm Sie auch mit später über 90 Jahren mit auf eine Afrika-Safari oder auf zur Filmprämiere auf den roten Teppich. Diese tiefe Dankbarkeit an diejenigen, die einen schon immer und bedingungslos unterstützt haben, das ist etwas was mich an ihm besonders beeindruckt hat. Meine Großeltern waren auch mit Helene befreundet und leben bis heute auch noch in dem gleichen Haus," so David Matusiewicz in seiner ehemaligen Wohnung.

 

2. Ganz oder gar nicht! „Es ist interessant, mit wieviel Leidenschaft und Ehrgeiz er über seine Ziele und Prioritäten wie Filme, gesellschaftliches Engagement und der Familie spricht. Die bisherigen Gespräche waren sehr tiefgründig und präsent. Witzig war auch, dass er sich teilweise auch mal selbst googelte mit seinem Mac, um mal ein Foto zu zeigen. Wenn Leo etwas macht, so macht er es ganz oder gar nicht. Dies erkennt man bspw. daran, dass er sich akribisch über mehrere Monate auf Filme oder einzelne Szenen vorbereitet. Er beobachtet und studiert die Menschen, insbesondere die, die er dann auch spielen soll. Er konzentriert sich auf seine Ziele und steckt dort seine ganze Kraft hinein, da er der Meinung ist, dass man es immer noch besser machen kann“, so Matusiewicz.

 

3. Es ist kurz vor 12! "Im Gespräch mit Leonardo Di Caprio ging es auch um sein Gesundheitsmanagement-Studium und mein Auslandssemester in Thailand." Die Phi Phi Islands waren nämlich der Ort, an dem der Hollywood-Star in dem Film „The Beach“ als Rucksack-Tourist das Paradies suchte, während David Matusiewicz als Student auch das Abenteuer fernab der Vorlesungsräume suchte. „Die Diskussion ging dann neben gemeinsamen Erinnerungen an die freundlichen Thais und die schönen Inseln schnell in Richtung Umwelt und der Botschaft, dass man diese wunderschöne Natur schützen solle und es unsere Aufgabe ist dies zu tun und keine Zeit zu verlieren. In der Zeit habe ich mich auch mit seiner Mutter Irmelin Di Caprio über dessen Dokumentarfilm 11th Hour – 5 vor 12 unterhalten, bevor die beiden zu den Filmfestspielen nach Cannes aufgebrochen sind. Das Engagement des Schauspielers im Bereich der Umwelt hält bis heute an. Vor kurzem wurde er UN-Friedensbotschafter und damit eine wichtige Stimme des Umweltschutzes.“, erinnert sich David Matusiewicz.

 

Bezüglich der Oskars ist es auch kurz vor 12: wer den Golden Globe gewinnt, der gewinnt in der Regel auch den Oscar. Die Statistik zeigt, dass bislang nur zwei andere Schauspieler nominiert waren und leer ausgingen (Richard Burton – 7-mal, Peter O'Toole – 8-mal). Beide haben es bis zum Lebensende nicht geschafft. Mit „The Revenent“ hat Leonardo Di Caprio nach seinem Verzehr einer „rohen Bisonleber“ mal wieder bewiesen wie ernst er es meint. Wir sind Fußball-Weltmeister und Handball Europameister geworden, wieso können wir nicht auch ein stückweit Oscar sein.