Gesundheitswirtschaft, Gesundheitspolitik und Hochschule mit einem Gesundheitsschwerpunkt sollten im Austausch stehen. Und so traf Prof. Dr. David Matusiewicz, Dekan und Institutsdirektor für den Hochschulbereich Gesundheit & Soziales die NRW-Gesundheitsministerin a.D. Barbara Steffens zum bilateralen Austausch an der FOM Hochschule in Essen.
Barbara Steffens amtierte bis Mitte 2017 als Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit Mitte 2018 wechselte die ehemalige Ministerin unter Beachtung der Karenzzeit zur Techniker Krankenkasse NRW und ist dort für die Vertragsgestaltung, Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Da Barbara Steffens in Mülheim a.D. Ruhr wohnt, war der Weg zur FOM nicht weit. Gemeinsam mit Prof. Matusiewicz unterhielten sich die beiden über die Bedeutung von Think-Tanks im Gesundheitswesen und die Wichtigkeiten eines Blickes über den Tellerrand. Ein weiteres Thema war das Thema Digitalisierung und das Thema Patientenakte, welches sowohl für die Krankenkassen aber auch für die Patienten ein sehr wichtiges Thema ist, um mehr Transparenz in die Gesundheitsversorgung zu bekommen. Ein dritter Themenschwerpunkt war die Notwendigkeit des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in der Pflege. „Hier gebe es enorme Chancen. Es muss aber auch zwischen "nice-to-have Anwendungen" und echten "Mehrwert-Leistungen" unterschieden werden. Pflege muss menschlich bleiben und Pflegekräfte müssen entlastet werden“, so die ehemalige Ministerin.
Prof. Matusiewicz ergänzt: „Wir haben derzeit ein Buch „Digitale Transformation der Pflege" beim Medizinisch Wissenschaftlichen Verlag im Druck, bei dem wir diese Effizienzreserven genau beschreiben. Die Problematik ist nicht mit Mensch oder Maschine eindimensional darstellbar.“ Weitere Schnittstellen und Austausch sind bereits geplant. Frau Steffens hat Herrn Matusiewicz zum ECON Forum der TK auf der Medica in ein paar Tagen nach Düsseldorf eingeladen.